Beratungen über Atom-Laufzeiten im Kanzleramt begonnen

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Atomkraftwerk Foto: AFP Boris Roessler

Die Spitzen der schwarz-gelben Koalition haben im Kanzleramt ihre Beratungen zur Zukunft der Atomkraft begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) traf am Vormittag zunächst mit Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) zusammen, wie aus Regierungskreisen verlautete. Später sollen die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der schwarz-gelben Koalition dazukommen.

Die Runde will Eckpunkte für das Energiekonzept der Bundesregierung erarbeiten, das am 28. September vollständig vorgestellt werden soll. Brüderle zeigte sich vor dem Treffen optimistisch über eine Einigung in der Koalition. “Zwar liegt vor uns noch ein hartes Stück Arbeit, weil wir in einigen wichtigen Detailfragen noch keine Einigung haben”, sagte er der “Bild am Sonntag”. “Aber ich bin sicher, dass wir jetzt zügig zu einer klugen Entscheidung kommen werden.”

Umstritten ist in der Koalition vor allem die Frage der Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke: Während Brüderle eine Verlängerung von zwölf bis 20 Jahren anvisiert, hat sich Röttgen für eine moderate Laufzeitverlängerung ausgesprochen. Merkel hatte zuletzt eine Verlängerung zwischen zehn und 15 Jahren als energiepolitisch vernünftig bezeichnet.

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