Wissen: Pollen und Pollenflug

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Thema Gesundheit: Pollenflug löst Allergien aus. Foto: Kimsonal, fotolia.com

Thema Gesundheit: Pollenflug löst Allergien aus. Foto: Kimsonal, fotolia.com

Viele Menschen leiden unter einer Pollenallergie, auch genannt Heuschnupfen. Auslöser sind die Pollen beziehungsweise der Blütenstaub von den Pflanzen unserer Erde, genau genommen das männliche Erbgut derer, welche unter anderem durch Wind in der Luft verteilt werden.

Nachdem die Pollen einmal mit Wasser in Kontakt gekommen sind, setzen sie Lipide, Zucker und bestimmte Proteine frei. Die bestimmten Allergene, auf die der Körper allergisch reagiert, dringen durch die Nasenschleimhaut in den menschlichen Körper ein und lösen somit allergische Reaktionen aus. Merkmale der Reaktion sind häufig anhaltender Schnupfen, Niesen und gerötete und tränende Augen. In der Fachsprache fallen diese Symptome unter die allergische Rhinitis.

Verbreitung von Pollen

Die Verbreitung der Pollen kann auch durch Wasser oder Tiere, zum Beispiel durch Vögel oder Insekten, erfolgen. Die Pollen bleiben nicht unbedingt auf einer Pflanze haften, sie können von einer Blüte auf eine weitere Blüte übertragen werden und diese bestäuben. Es ist erstaunlich, dass die Pflanzen bis zu vier Millionen Pollenteilchen versprühen kann und je nach Wetterlage einen Pollenflug von 200 bis 500 Kilometer zurücklegen können. Zu den häufigsten Auslösern einer Pollenallergie bei Menschen zählen Arten wie die Frühblüher Hasel-, Erlen-, Birken- und Gräserpollen.

Es gibt niemals den genauen Zeitpunkt für den Pollenflug, also wann welche Pollen fliegen. Von Jahr zu Jahr variieren die Pollenflugzeiten, abhängig von der Witterung und des Klimas. Die Blütezeiten der Pollenausschütter sind jedoch jedes Jahr ziemlich ähnlich. Pollenflugsaison in Deutschland ist immer von Februar bis September. Die verschiedenen Blütezeiten der Pflanzen und deren Hochphase des Pollenflugs kann man in sogenannten Pollenflugkalendern nachlesen.

Pollen sind abhängig vom Wetter

Man muss ebenfalls berücksichtigen, dass die Pollen nicht nur abhängig vom Wetter fliegen, sondern auch von dem Gebiet und der Saison. So liegt die Pollenkonzentration in der Stadt abends hoch und auf dem Land dagegen morgens. Wie bereits erwähnt, fliegen die Pollen im Jahr ungefähr zwischen den Monaten Februar und September. Viele Pflanzen beginnen, mit dem Klimawandel immer früher und gleichzeitig auch länger zu blühen. Das bedeutet, dass der Pollenflug sich bald auf das ganze Jahr, vielleicht bis auf den November, ausbreiten könnte und manche Menschen dann gar nicht mehr pollenfrei leben können. Es ist wichtig, dass die Betroffenen über die Fluggewohnheiten der Pollen, auf die sie allergisch reagieren Bescheid wissen und sich dementsprechend vorbereiten und schützen können.

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