Info: Treibhausgase

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Treibhausgase bedrohen die Erde. Foto: Thaut Images, fotolia.com

Treibhausgase bedrohen die Erde. Foto: Thaut Images, fotolia.com

Als Treibhausgase werden die Gase bezeichnet, die ihren Beitrag zur globalen Erderwärmung leisten. Es handelt sich hierbei um strahlungsbeeinflussende gasförmige Stoffe mit natürlichem bzw. anthropogenem Ursprung. Sie besitzen die Eigenschaft, dass diese Gase die abgegebene Infrarotstrahlung absorbieren und verhindern, dass diese ins Weltall entweicht. Außerdem erwärmen sie mit der emittierten Wärmestrahlung zusätzlich zum Sonnenlicht die Erdoberfläche.

Kohlenstoffdioxid, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe

Durch die zusätzliche Erwärmung steigt die sonst bei -18 Grad Celsius liegende Temperatur in der unteren Atmosphäre um ca. 33 Grad, so dass eine durchschnittliche Temperatur von 15 Grad Celsius erreicht wird. Wäre dies nicht der Fall wäre Leben auf der Erde unmöglich. Durch menschliche Aktivitäten steigen einzelne Gaskonzentrationen in der Luft. Dadurch wird ebenfalls ein Anstieg in der globalen Erderwärmung registriert. Zu den auslösenden Treibhausgasen gehören u.a. Kohlenstoffdioxid, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe.

Im Zeitraum von 2000 bis 2006 ist die Emission der Treibhausgase um ca. 2,3% gestiegen. Dies rief Politiker vieler Länder auf den Plan, die darin einen dringenden Handlungsbedarf sahen. Das wohl wichtigste Treibhausgas ist der Wasserdampf. Es hat einen Anteil von etwa 60% im natürlichen Treibhausgaseffekt. Es entsteht aus dem Wasserkreislauf und nur zu einem Bruchteil aus dem Vulkanismus. Weitere Gase entstehen in den Industrienationen, die es im Winter extrem kalt haben und entsprechend heizen müssen. Dementsprechend muss in diesen Ländern mehr zur Einsparung getan werden, als in den wärmeren Nationen.

Das Kyoto-Protokoll

Um dies schriftlich festzuhalten wurde das Kyoto-Protokoll entwickelt und darin die Reduzierung der direkten Treibhausgase festgehalten. Für die anderen Treibhausgase, also die indirekten, gibt es eine Regelung im sog. Montreal-Protokoll. In erster Linie geht es im Kyoto-Protokoll um die Reduzierung des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Der Abbau dieses Gases erfolgt erst nach 120 Jahren und hat einen Anteil von etwa 20% beim Treibhauseffekt. Experten vermuten, dass der Mensch für 60% des gesamten Kohlenstoffdioxidausstosses verantwortlich ist.

Problemfall anthropogenes Gas

Ein weiteres Gas, welches zum Treibhauseffekt beiträgt, ist Methan. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein anthropogenes Gas, welches in der Land- und Tierwirtschaft entsteht. Auch in der Massentierhaltung, in Klärwerken oder Mülldeponien kann sich dieses entwickeln. Komplett abgebaut ist es bereits nach etwa 9 bis 15 Jahren. Somit ist der Anteil an der globalen Erwärmung eher gering. Ein weiteres, erwähnenswertes Treibhausgas ist das Lachgas (Distickstoffoxid). Es entsteht hauptsächlich in der Landwirtschaft. Und dort in der Viehhaltung bzw. durch die Verwendung von Düngemitteln. Die Abbauzeit dieses Gases liegt bei ca. 114 Jahren. Außerdem kann Lachgas die Ozonschicht angreifen, diese schädigen und zu deren Abbau beitragen.

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